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Praxis Dr. Jens Quaas Stralsund Frauenarzt
 
 
 
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HPV-Impfung

Informationen zu den in der Presse gemeldeten Nebenwirkungen und die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie & Geburtshilfe finden sie hier.

Wie Sie vielleicht gehört haben, kann man sich gegen Viren impfen lassen, die an der Entwicklung einer Großzahl von Gebärmutterhalskrebsen beteiligt sind. Das trifft insbesondere auf jüngere Frauen zu, durchaus aber auch auf ältere. Letztendlich betrifft es ebenso die Jungs und Männer.

Alle Krankenkassen in MV haben die Impfkosten für Mädchen/Frauen von 9-17 Jahren übernommen. 

Glücklicher Weise nehmen immer mehr Frauen an den Früherkennungs-maßnahmen teil. Daher ist der Gebärmutterhalskrebs lange nicht mehr so häufig und dramatisch im Verlauf, wie noch vor 30 Jahren. Leider gibt es immer wieder Methodenversager. Da man heute weiß, dass dieser Krebs sich nur entwickeln kann, wenn bestimmte Viren aus der Gruppe der Humanen Papilloma Viren (HPV) beteiligt sind, liegt es nahe, genau diese Viren zu bekämpfen oder eine Infektion zu verhindern. Eine Virustherapie gibt es noch nicht wirklich, aber eine prophylaktische Impfung ist seit November 2006 verfügbar.

Wenn auch Impfungen, wegen Ihrer Nebenwirkungen oder Komplikationen immer wieder in der Diskussion sind, so ist vielleicht die HPV-Impfung die ungefährlichste. Alle Untersuchungen an vielen Tausenden Frauen haben gezeigt, dass es keine Komplikationen gab UND (!) keinen Krebs oder Krebsvorstufen.

Die Impfung besteht im Alter von 9 bis 13/14 Jahren (je nach Impfstoffe) aus 2 Impfungen und darüber aus 3 Impfungen. Nachgeimpft wird in der Regel 6 Monate bzw. 1-2 und 6 Monate nach der ersten Impfung. Eigentlich sollten alle geimpft werden, Mädchen/Jungen, Frauen/Männer, Junge/Ältere.

Zugelassen sind 2 Impfstoffe:

Gardasil und Cervarix für Mädchen und Jungen 9-15, dann Frauen 16-25 Jahre. 

Unterschied: Gardasil schütz auch vor Warzenviren im Schambereich.

Die Kassen zahlen für Mädchen/junge Frauen im Alter von 9-17 Jahren.

Die Impfung ist so etwas wie eine historische Chance, eine riesige Errungenschaft. Sie ist keine Impfung gegen Krebs, sie verhindert nicht alle Gebärmutterhalskrebse, aber sie senkt das Risiko, an einem übersehenen Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Wer geimpft ist, kann sicherer Leben, aber er sollte auch weiterhin regelmäßig zu den Früherkennungsuntersuchungen gehen. Gebärmutterhalskrebse mit anderen HPV-Typen, andere mögliche Erkrankungen, insbesondere auch der Brust und überhaupt der Arztkontakt sind wichtige Dinge die nicht vernachlässigt werden können. Sollten Sie sich nicht persönlich zu einer Impfung entscheiden können, bitte, geben Sie Ihren Familienmitgliedern die Chance, selbst eine Entscheidung zu treffen. Reden Sie mit ihnen!

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